Pannonia Hills

Pannonia Hills

Ein Ökopark der natürlichen Art

Die Böschungs- und Plateauflächen des „Landschaftsparks der besonderen Art“ werden auf einer Fläche von mehr als 4 ha von naturhaften Wiesen- und Staudenflächen eingenommen. Die Natur des Seewinkels darf sich hier spontan, vielfältig und weitgehend ungepflegt entwickeln. Die hier wachsenden „Unkräuter” sind willkommen und stellen wertvolle Lebensraumstrukturen für zahlreiche mittlerweile selten gewordene Tierarten dar. Eingebettet in das Ensemble der 23 Hügel der Pannonia Hills werden in den kommenden Jahren Themen- und Erlebnisstationen gesetzt, wo Wissenswertes zu den Themen “Natur und Umwelt” in sinnlicher, erfahrbarer Form vermittelt wird.

Diesbezüglich wird mit Partnern wie dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel und Österreichischen Universitäten kooperiert.

In ersten Themenstationen werden die Bedeutung und Lebensraumerfordernisse der Biene anhand einer „Bienenweide” thematisiert, wird der geschützten Zauneidechse ein idealer Lebensraum geschaffen, werden Blühlingsflächen für die Schmetterlingswelt des Seewinkels angelegt und in einem Klimagarten aufgezeigt, wie Pflanzen sich durch erfolgreiche Strategien an Hitze und Trockenheit anpassen.

Bitte beachten Sie: hier ist die Natur bei der Arbeit - es handelt sich um ein laufendes Projekt, das Stück für Stück ergänzt wird.

Bienenweide

In Österreich sind 696 verschiedene Bienenarten nachgewiesen. Die Honigbiene, die viele als „die Biene“ kennen, ist nur eine davon, allerdings eine, die durch die Förderung durch den Menschen häufig geworden ist. Untersuchungen haben ergeben, dass daneben hier allerdings auch 43 Hummeln, ca. 140 Sandbienen, ca. 100 Furchenbienen und 43 Mauerbienen leben.

Ausgewählte Futterpflanzen für Bienen und Hummeln wie den Duftpflanzen Thymian, Salbei, Lavendel und Zitronenmelisse, aber auch Phacelia, Raps, Kornblume, Steinklee, Färberkamille, Rundblättrige Glockenblume, Wiesenflockenblume, Gelbes Sonnenröschen, Tüpfeljohanniskraut, Wegwarte, verschiedenen Strauchweiden und unter anderem dem auch „Bienenbaum“ genannten Tausendblütenstrauch, die für ein geeignetes Nahrungsangebot auch im Frühjahr bzw. Spätsommer („Früh- und Spättracht“) sorgen, bilden hier eine explizite Bienenweide in der Hügellandschaft des Ökoparks Pannonia Hills aus.

Zauneidechsenwelt

Die Zauneidechse (Lacerta Agilis) besiedelt bevorzugt Magerbiotope wie Bahndämme, Heideflächen, Dünen, Steinbrüche, Kiesgruben und ähnliche Lebensräume mit einem Wechsel aus offenen, lockerbödigen Flächen und dichter bewachsenen Bereichen.

Sie ist eine eher stämmige Eidechse mit relativ kurzen Beinen und einem kräftigen Kopf, der deutlich vom Rumpf abgesetzt ist. Drei mehr oder minder aufgelöste weiße Linien am Rücken markieren deren Oberseite. Die Männchen sind zur Paarungszeit an den Körperseiten leuchtend grün gefärbt. Die Körpergröße der Zauneidechse ist altersabhängig, wobei die Gesamtlänge erwachsener Zauneidechsen zumeist 18–19 cm beträgt.

In sonniger Lage wird hier für die Zauneidechse, die eine traditionelle Bewohnerin des VILA VITA Pannonia Areals darstellt, eine attraktive „Parkresidenz” geschaffen, wobei  die Sandflächen zur Eiablage dienen, die zumeist von Mitte Mai bis Ende Juli erfolgt.

 

Schmetterlingswiese

Am liebsten bewohnen sie hier mittlerweile selten gewordene Bracheflächen. Durch das gezielte Anpflanzen von Raupenfutterpflanzen für die Schmetterlinge des Seewinkels wird hier ein Beobachtungspunkt für diese bunten Flugkünstler geschaffen.

Das Raupenstadium der Schmetterlinge beansprucht bei den meisten Arten einen erheblichen Teil der gesamten Lebensspanne. Die Raupen der meisten Schmetterlingsarten sind oligophag, das bedeutet: auf wenige Pflanzenarten und dort auf bestimmte Pflanzenteile als Nahrung fixiert.

Hier dienen Brennnesseln, Labkraut, verschiedene Kleearten, Blutweiderich, Wilde Möhren, Mädesüss, Nachtviole, Lavendel, Wilder Dost, Weidenröschen, verschiedene Disteln, Katzenminze, Skabiosen wie aber auch Schlehe und Faulbaum als besondere Raupenfutterpflanzen.

Klimagarten

Im Kiesgartenfeld werden Pflanzen gezeigt, die erfolgreich widrigen Klimabedingungen und Trockenheit trotzen. Sie sind somit in einem hohen Maß klimawandelangepasst!

Gezeigt wird, wie Pflanzen an Extremstandorten das Überleben meistern: Das Eisenkraut reduziert durch seine geringe Blattgröße die Verdunstung. Der feine Flaum auf den Blättern des Woll-Ziest verhindert die Austrocknung. Die Blätter der Blauraute, mit silbriger oder grauer Farbe, reflektieren das Sonnenlicht und heizen sich dadurch weniger auf.

Die Blätter der Edeldistel haben zusätzliche schützende Zellschichten. Dickblattgewächse, wie die Wolfsmilch, können in den Blättern Wasser speichern und jederzeit abrufen. Wildrosen können durch ihre langen Wurzeln tief liegende, feuchtere Bodenschichten erreichen und sind somit immer ausreichend mit Wasser versorgt.


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